Agenda

   
09:00 - 09:20 Begrüßungskaffee und Check-in
09:20 - 10:00

Keynote

SOA Governance – Konzepte und Best Practices

In fortgeschrittenen SOA-Projekten stoßen Unternehmen oft schnell an die Grenzen der manuellen Verwaltung Ihrer SOA Komponenten. Wie gestalten sich das Management und die Kontrolle einer solchen Architektur, und wie sieht es mit der oft geforderten Transparenz aus? SOA Governance kombiniert Richtlinien (Policies) und Technologie und hilft dabei SOA-Artefakte zu verwalten und in ihrem Lebenszyklus weiter zu entwickeln. Mit Hilfe von SOA Governance können die richtigen Anwendungen effektiver entwickelt und die Qualität durch kontrolliertes Change-Management erhöht werden. Dieser Vortrag beleuchtet die Hintergründe von SOA Governance und zeigt auf, welche Schritte sich bei der Einführung von SOA Governance in der Praxis bewährt haben.

Gerd Schneider, Senior Director SOA, Software AG
10:00 - 10:40

SOA-Referenzarchitektur

SOA-Definitionen sind heute am Markt in unterschiedlichster Ausprägung zu finden. In diesem Vortrag wird aus praktischer Sicht unsere SOA-Referenzarchitektur beschrieben, die aus zwei wesentlichen Elementen besteht: Die fachliche Sicht in Form von externalisierten Geschäftsprozessen (Prozesse zwischen den Anwendungen) und die IT-Sicht in Form einer allgemein benutzbaren Infrastruktur als Trägersystem für diese Geschäftsprozesse.  SOA ist also zweigeteilt. Einerseits die Abbildung der Unternehmensbedürfnisse in Form von Geschäftsprozessen (BPM), auch als Service-Orientierung (SO) bezeichnet. Andererseits die IT-orientierte Infrastruktur mit den Services (Anwendungsfunktionen) und den Tools mit der Integrationsdrehscheibe (EAI/ESB) und dem Prozess-Portal im Mittelpunkt.

Die wichtigsten Punkte im Überblick:

  • Von „Altstadt" zur "Neustadt"
  • Drei-Säulen-Modell als Basis
  • Neu: Einführung externalisierter Prozesse
  • Visualisierung: Prozess-Portal
  • Meta-driven und Model-driven: Was heißt das?
Richard Nußdorfer, Geschäftsführer, CSA Consulting GmbH
10:40 - 11:10

Kaffeepause

11:10- 11:50

Business ProcessManagement (BPM) schlägt die Brücke

zwischen Geschäftsprozessen und Service-orientierter Architektur (SOA)

Geschäftsanwender interessieren sich meist nicht oder nur in geringem Maße für SOA. Häufig ist auch das Konzept und der Mehrwert für sie schwer verständlich. Geschäftsprozesse dagegen liegen den Fachverantwortlichen am Herzen. Insofern fungiert BPM als Verbindungsglied in die SOA-Welt. Geschäftsanwender gestalten mit einer auf Ihre Bedürfnisse ausgerichteten Software fachlich Ihre Prozesse, ohne die darunter liegende SOA-Infrastruktur technisch durchschauen zu müssen. Dieser Vortrag vermittelt einen Überblick, wie Sie mit Hilfe von BPM die Brücke zwischen Geschäftsprozessen und SOA schlagen.

Marcus J. Armbruster, AKN & Partners

11:50 - 12:30

Software Modernisierung - der europäische Weg

Das Thema ist nicht neu. Die in den Achtzigern entwickelten Host-Anwendungen müssen modernisiert werden, weil fast keiner sich mehr traut, neue Anforderungen zu implementieren, aus Angst, Interdependenzen zu übersehen, die eine Lawine auslösen könnten. Und moderne Geschäftsprozesse benötigen moderne Technologien. Aber Modernisierungsprojekte sind unbeliebt, da sie für das Unternehmen ein hohes Risiko bergen und den IT-Manager an den Rand von Karrierekrisen führen können. Es werden verschiedene Möglichkeiten angeboten, das Dilemma zu unterstützen. Offshoring suggeriert die Vorstellung, dass man sich die Hände anderswo schmutzig macht. Aber mit der Arbeit gibt man oft auch die Kontrolle ab. Der Ansatz der automatischen Umsetzung suggeriert Sicherheit, weil man ja Programmzeile für Programmzeile übersetzen lässt und dabei nichts übersehen wird. Allerdings ist das dabei entstehende System in seiner Struktur keinen Deut moderner oder besser wartbar als sein Vorgänger. Wie kann man aus einem Software-Modernisierungsprojekt aber einen Gewinn für alle Beteiligten machen? Der Vortrag beantwortet diese Frage und stellt einen erprobten Modernisierungsprozess dar sowie seine Vorteile gegenüber anderen Strategien.

Thomas Maurer, Presales Manager, Interactive Objects Software GmbH
12:30 - 13:30 Mittagsbuffet und Besuch der Ausstellung

 

13:30 - 14:10

 

Migration für iSeries:  oPRG V3 ist da

Anwendungen auf der AS/400-System I haben meist eine lange Historie und stellen für die Unternehmen einen hohen Wert dar, denn sie sind meist für ihre Bedürfnisse maßgeschneidert. Dies gilt auch für Softwarepakete, die die Anwender von Softwarehäusern bezogen haben, denn auch hier sind meist aufwändige Anpassungen erfolgt. Durch Umstellung auf Standardsoftware würden diese Eigenheiten verloren gehen, die Anwender und deren Geschäftsprozesse müssten sich umstellen, die bereits erreichte Softwarequalität würde durch einen erneuten Zyklus der Entwicklung leiden.


AS/400-Applikationen sind meist in RPG oder CL geschrieben, Programmiersprachen also, die in der Welt der IT eine Insel darstellen. Die Wartung und Weiterentwicklung der Lösungen werden zunehmend schwieriger, eine Integration mit anderen Applikationen und Plattformen ist aufwändig.


Mit dem Migrationswerkzeug von SYKORA-ML ist die Übertragung der RPG- und CL- Applikationen nach .NET und somit auf Windows-basierte Plattformen nun automatisch möglich. Dabei werden interaktive Dialogsoftware, Stapelprozesse, Datenbanken oder viele besondere Systemeigenschaften vom Terminal-Server-Prinzip der System I auf die Client Server Architektur von .NET mit SQL-basierten Datenbanken übertragen. Die Software liegt im Ergebnis als offener Quellcode in der Standard-Programmiersprache C# vor, wobei die Strukturen der Algorithmen der Applikationslogik erkennbar erhalten bleiben. Wie SYSTEM-I-basierte Softwaresysteme, komplett oder nur inTeilen, effektiv migriert und danach weiterentwickelt werden können, stellt dieser Vortrag anhand von Beispielen vor, bei denen auf die Transparenz des Migrationsprozesses und die Qualitätssicherung abgehoben wird.

Thomas Sykora, Geschäftsführer, Sykora-ML GmbH

 

14.10 - 14.30

 

Podiumsdiskussion

  

14:30 - 15:00 Kaffeepause
15:00 - 16:20

-  Workshop  -

Software-Services in einer Service-orientierten Architektur

SOA kann in den verschiedensten Geschäftsprozessen immer wieder eingesetzt werden. Sie bilden die flexible, leistungsfähige, dynamische Infrastruktur für Geschäfts- und Technologieprozesse. Die heute gängigen SOA-Plattformen bauen auf den Web-Service-Standards wie XML, WSDL, HTTP und SOAP auf. Einige Lösungen unterstützen zusätzlich auch den BPEL-Standard (Business Process Execution Language) zur Orchestrierung von Services in Geschäftsprozessen. Diese Formate sind hervorragend für IT-Umgebungen geeignet, die eine SOA mit neuen Services implementieren, die von Grund auf für die Nutzung von Web-Service-Standards erstellt wurden. Leider helfen sie jedoch nur wenig dabei, den Großteil der Altanwendungen, die nicht für SOA ausgelegt sind, zu integrieren.

Unser Workshop zeigt wie sich dies aufgrund des universellen Abstraktionsansatz von Ensemble bewerkstelligen lässt und zwar anhand eines Beispielprojekts, das ein CRM-System, eine Lager- und Versandverwaltungssoftware und eine Datenbankanwendung über ein Online-Portal miteinander verknüpft. Auch auf die Bedeutung der Persistenz wird eingegangen.

In der Welt der SOA-Plattformen grassiert eine Datenamnesie, ein leider weitverbreitetes Problem. Ohne persistente Speichermechanismen muss man jedoch auf wichtige Reportingfunktionen, funktionierendes Business Activity Monitoring oder eine brauchbare Fehlersuche weitgehend verzichten. An eine Unterstützung für lang laufende Geschäftsprozesse ist überhaupt nicht zu denken. In unserem Beispiel sorgt hingegen eine eingebettete Datenbank für die Persistenz von Nachrichten, die Integrität von Transaktionen, Ereignisprotokollierung und -verfolgung sowie den performanten Abruf von Bitmap-indizierten Daten. Selbst das gesamte Metadaten-Repository mit Informationen über die verfügbaren Services und weiteren Komponenten liegt in diesem integrierten Datenspeicher, so dass sich Entwicklungszeiten verkürzen und der spätere Zugriff optimiert wird.

Stefan Kropp, InterSystems GmbH

ca. 16:20 Ende der Veranstaltung
  Änderungen an der Agenda sind möglich.