Migration & Integration Day 2006
 
Agenda
         
Donnerstag, 23.02.2006
  Raum A
9.00 - 9.20 Registrierung
9.20 - 10.00

Keynote:

Der Weg zu einer service-orientierten Architektur (SOA)

Der Begriff "SOA" boomt. Wir können schon fast von einem Hype sprechen. In diesem Vortrag werden wir SOA auf den Boden der Tatsachen stellen. Dazu gehört eine saubere Definition, warum es sich eigentlich bei einer SOA handelt: Eine SOA ist ein Software Design Modell.

Eine SOA ist insofern technologie-unabhängig. Man darf SOA nicht mit Web Services verwechseln. Web Services sind nur eine von mehreren Alternativen, eine SOA zu implementieren. Das neue an einer SOA ist die fachliche Ausrichtung. Eine SOA wird ausgehend von den Geschäftsprozessen aufgebaut.

Der Mehrwert einer SOA kommt mit den Prozessen, die man auf einer SOA als Infrastruktur implementiert. Hier bringen Faktoren wie die Flexibilität bei Prozessänderungen, die deutlich verbesserte Kommunikation zwischen Fachabteilung und IT auf Basis von Prozessen als gemeinsamer Sprache und die Konvergenz von analytischen, kollaborativen und Daten-Services mit den heute vorherrschenden operativen Services den deutlichsten Mehrwert.

Die alte Software Design Frage nach der Granularität von Services wird in den Kontext der Granularität der Prozessmodellierung gestellt. Die Granularität der fachlichen Services entspricht der Granularität der Prozessschritte und ist so eine fachliche Aufgabe und Entscheidung. Bei der Wiederverwendbarkeit von Services sollte man realistisch bleiben und die Erwartungshaltung richtig setzen. Nicht vergessen sollte man den kritischen Erfolgsfaktor "Metadaten und Stammdaten Management". Wer nicht für ein einheitliches Geschäftsvokabular sorgt, wird mit Prozess-Orientierung und SOA nicht erfolgreich sein.

Das Geld steckt in den Prozessen, nicht in der SOA als deren Infrastruktur. Nur so kann man auch eine SOA verkaufen: Es geht Top-Down per Business Case. Eine Sponsorship im Vorstand ist Erfolgsvoraussetzung und Change Management ein Muss, um die Mitarbeiter mitzunehmen und zu motivieren.

Dr. Wolfgang Martin

10.00 - 10.40

Modernisierung von Legacy-Systemen - Offen für neues Business

Legacy-Systeme bilden in vielen Unternehmen das Rückgrad der individuellen IT. Modernisierung kann in vielerlei Weise erfolgen, um Anwendungen einem anderen oder erweiterten Nutzerkreis zur Verfügung zu stellen.

Aufgrund neuer Marktbedingungen suchen viele Unternehmen nach Wegen, ihre Legacy-Systeme weiter zu entwickeln. Gartner schätzt, dass ca. 200 Milliarden Zeilen COBOL-Code im Einsatz sind, mit denen über 75% der Geschäftstransaktionen weltweit kontrolliert werden. Insgesamt dürften sich die Investitionen in Legacy-Systeme auf 5 Billionen US-Dollar belaufen. Große Unternehmen verfügen über einen enormen Bestand an Legacy-Anwendungen. Ein Analystenunternehmen schätzt, dass eine typische Bank davon ausgehen sollte, mindestens 400 Millionen US-Dollar investieren zu müssen, um die Kernanwendungen zu ersetzen. Berücksichtigt man die Notwendigkeit, Mitarbeiter erneut zu schulen und neue Prozesse einzurichten, liegen die potenziellen Kosten noch viel höher.

Die IT-Welt hat kaum Erfahrungen mit solch einschneidenden Änderungsmaßnahmen - fast die Hälfte aller Projekte scheitert. Weniger als 25 % solcher "Rip-and-Replace"-Initiativen werden den Anforderungen entsprechend, rechtzeitig und innerhalb des Budgets fertig gestellt.

Inzwischen gibt es sicherere und kostengünstigere Alternativen, Legacy-Systeme so weiter zu verwenden, dass der bestehende Wert auf neue Weise erschlossen werden kann. Lernen Sie die Technologien und Produkte kennen, die Ihnen helfen, Ihre Legacy-Anwendungen "agil" zu machen.

Joachim Blome, Manager Technical Services, Micro Focus GmbH

10.40 -11.00 Pause und Besuch der Ausstellung
11.00 - 11.40

Erfolgreich verbundene Geschäftswelten - verlässlich verbundene Systeme

 

Microsoft orientiert sein Klientel und sich nachhaltig im zukünftig stark wachsenden und an Bedeutung gewinnenden Markt für Business Process Management. Dabei verspricht der weltgrößte Softwarehersteller dauerhafte Investitionssicherheit, umfassende Pflege bereits installierter Software, weitreichende Unterstützung im Softwarelebenszyklus und einen sinnvollen Weg der Software Upgrades.

In diesem Vortrag erfahren Sie, wie Sie Ihre heutige IT-Infrastruktur an die sich wandelnden Bedürfnisse verbundener Geschäftswelten mit geringem Aufwand anpassen, um Ihre bisherigen Systemlösungen sinngebend zu ergänzen oder zu erweitern. Das Ziel besteht darin, verbundene Systeme für die erfolgreiche Abwicklung von Geschäftsprozessen unternehmensintern wie -extern langfristig zu betreiben. Den Betrachtungswinkel aus methodischer Hinsicht , die Themen heißen SOA, BPM oder EAI, vervollständigen Microsoft Technologien und Plattformen wie WCF, BizTalk Server, SharePoint Portal Server oder die Entwicklungsumgebung Visual Studio. Diese machen das Ihnen bekannte Office System zum Anfang eines Ansatzes für integrierende Lösungen.

Andreas W. Niegel und Marcus Armbruster, AKN & Partners

11.40 - 12.20

Legacy Systeme in die SOA und SAP-Welt integrieren

Service-orientierte Architekturen (SOA) und die Integration von SAP-Umgebungen sind aktuelle Herausforderungen. Gleichzeitig laufen viele unternehmenskritische Anwendungen auf Legacy Systemen (Mainframe, Unix, Midrange etc.). Dieser Vortrag zeigt effiziente und bei vielen Kunden bewährte Lösungen zur Integration und Migration von Anwendungen.

 

Manfred Dampf , Process Transformation Analyst, Seagull Software

12.20 -13.30 Mittagsbuffet und Besuch der Ausstellung
13.30 - 14.10

Service-orientierte Architekturen für Moderniersierung und Integration

- Zugriff auf Legacy-Systeme über eine SOA

- Definition fachlicher Services mit einem Enterprise Service Bus

- Konsolidierung von Daten mit Enterprise Information Integration

- Nutzung bestehender Systeme in neuen Geschäftsprozessen

Geschäftssprozessmanagement und die effiziente Steuerung der eigenen Unternehmensabläufe ist in Anbetracht der wirtschaftlichen Situation vieler Unternehmen immer noch eines der wichtigsten, wenn nicht sogar das wichtigste Thema. Geänderte Geschäftsprozesse können nur dann effizient implementiert werden, wenn die dazugehörigen IT-Funktionen schnell anpassbar sind. Bei der Realisierung neuer IT-Funktionen können serviceorientiere Architekturen relativ leicht umgesetzt werden. Eine große Herausforderung ist jedoch die Integration vorhandener Systeme in neue Geschäftsprozesse. Dieser Vortrag stellt anhand von Beispielen dar, wie operative Systeme im Rahmen einer Service-orientierten Architektur für neue Geschäftsprozesse nutzbar gemacht werden können. 

Christian Zimmermann, Marketing Manager XML Business Integration, Software AG

14.10 - 14.50 SOA Governance Framework

Das Thema Service-Orientierte Archekturen ist zur Zeit in aller Munde. Dabei werden meistens die (Kosten-)Vorteile der einfachen und schnellen Anpassung an geänderte Geschäftsprozesse thematisiert. Dieser Aspekt ist sicherlich wichtig für die Motivation, eine SOA überhaupt in Erwägung zu ziehen. Damit sind fast immer die zentralen Elemente der Anwendungsentwicklung im Blickpunkt.


Der Vortrag beschäftigt sich mit den Aspekten, die der Einführung einer SOA üblicherweise im Wege stehen und wie man diese mit Hilfe einer Governance-Strategie aktiv angehen und ins Positive umkehren kann.
Es wird gezeigt, welche Aufgaben eine SOA Governance übernehmen kann. Anhand eines praktischen Beispieles wird ein SOA Governance Framework vorgestellt.

Helmut Pfeiffer, Consulting Manager Central Europe, SeeBeyond GmbH

14.50 -15.15 Pause und Besuch der Ausstelung
  Raum A Raum B
15.15 - 16.45

Workshop 1

Von ETL Prozessen zu Daten-Services in einer SOA

Informatica ist einer der weltweit führenden Spezialisten für Datenintegration. Mitte der 90er Jahre kam Informatica mit einer engine-basierten Lösung für ETL (extraction, transformation, load) Prozesse zum Füllen von Data Warehouses erfolgreich in den Markt. Informatica ist heute einer der ersten Anbieter, die die Notwendigkeit erkannt haben, Daten-Services im Rahmen einer SOA nutzen zu können. Damit macht Informatica den nächsten Schritt von ETL und Datenmigration zu SOA und bietet so ein vollständiges Portfolio zur Datenintegration.

Daten-Services in einer SOA sind wesentlicher Teil der Infrastruktur für Geschäftsprozess-Management (business process management). Daten-Services versorgen alle internen und externen Prozesse mit up-to-date und/oder Echtzeit-Information und garantieren den revisionssicheren "Single Point of Truth".

Informatica's Technologie, die "Data Integration Platform", selber basiert auf einer SOA. Sie kommt mit einer Methodologie zum Orchestrieren von Daten-Services für verschiedene IT Prozesse wie ETL, SAP Datenextraktion, Datenmigration, Stammdaten- und Metadaten-Services etc. Informatica ergänzt seine Technologie und Methodologie durch sein Organisationsmodell zum Bauen und Managen eines Integrations-Kompetenz-Zentrums. Hier handelt es sich um eine "best practice" Organisationseinheit innerhalb der IT für das Information Management

Leitung: Dr. Wolfgang Martin

Workshop 2

Maximale Flexibilität für SAP-Systeme

Als Nutzer einer strategischen Plattform wie SAP haben Sie noch eine Vielzahl anderer Systeme in Ihrem Unternehmen. Die Integration dieser Systeme entlang der Wertschöpfungskette über unterschiedlichste Plattformen und Anwendungen hinweg, ist für Ihren Unternehmenserfolg ein entscheidender Faktor. Denn Ihr Unternehmen kann wettbewerbsfähiger und erfolgreicher werden, wenn Daten aus verschiedenen heterogenen Systemen zusammengeführt werden können, Geschäftsprozesse über Unternehmens- grenzen hinaus flexibel sind und Mitarbeiter mit allen wichtigen Informationen versorgt werden. Dazu müssen alle Faktoren - Menschen, Informationen und Geschäftsprozesse - integriert werden, unabhängig davon, ob die dazugehörigen Systeme von SAP, einem anderen Anbieter oder eigen programmierte Systeme sind. Die Lösung: eine Kombination aus IBM WebSphere und SAP!

(mehr....)

Leitung:

Wolfram Andreas Richter

Consultant SAP Acceleration Team

IBM Deutschland Informationssysteme GmbH

Software Group

Axel Sass

IBM Workplace Evangelist

IBM Deutschland Informationssysteme GmbH

Software Group

gegen 16.45 Ende der Veranstaltung  

Moderation: Ulrich Parthier, Publisher IT Management

Änderungen an der Agenda sind den Veranstaltern vorbehalten.